Deutsch Français 

Jugendgruppe

Jugendgruppe


Arbeitsphilosophie  der Baumhausgruppe



Das Grundkonzept des KFH wird ergänzt durch die Arbeitsphilosophie der Baumhausgruppe, worin das Alter und ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigt werden.


Beschreibung Publikum:


"Du darfst in der Baumhausgruppe ein Zuhause finden"

Die Baumhausgruppe ist zuständig für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren mit einer mentalen und evtl. körperlichen Behinderung bzw. einer Verhaltens- oder Anpassungsproblematik.

Die Fähigkeiten des Jugendlichen werden im alltäglichen Leben gefördert.

Die Baumhausgruppe bietet einen familiären Rahmen, in dem sich der Jugendliche die Tätigkeiten des alltäglichen Lebens aneignen kann (z.B. Haushaltsarbeiten, Tisch decken, spülen, bügeln, Umgang mit Taschengeld, …).

Ziel ist, den Jugendlichen - je nach seinen Kapazitäten - so weit wie möglich dahin zu führen, dass er ab dem 18. Lebensjahr eventuell in eine selbstständigere Wohnform integriert werden kann.

Außerdem wird großer Wert auf die Begleitung des Erlernens von sozialem Verhalten und Fähigkeiten gelegt (z.B. Respekt, Verhalten in der Gesellschaft, Verantwortung, Ehrlichkeit …).

Die Fähigkeiten und Talente des Jugendlichen werden wahrgenommen und wir geben ihm die Möglichkeit, diese zu entwickeln.


Pubertät:



"Wir begleiten dich auf dem Weg zum "Erwachsen werden" und Deine Individualität wird respektiert."

Der Jugendliche erlebt eine große Veränderung des Körpers und seines emotionalen Zustandes.  Er wird von dem Begleitpersonal durch angepaßte Aufklärung unterstützt, diese Veränderungen so bewusst wie möglich wahrzunehmen und zu begreifen.

Ebenso wichtig ist es für den Jugendlichen in der Pubertätsphase, dass klare Grenzen und einheitliche Antworten und Ratschläge/Absprachen seitens des Personals erteilt werden.
Das Personal bietet einen offenen Bezugsrahmen und ist sensibel für Stimmungsschwankungen der Jugendlichen.

Es wird Wert darauf gelegt, Kontakte aufzubauen zu "nichtbehinderten" Jugendlichen, um ihnen eine gewisse Vielfalt an sozialen Kontakten zu ermöglichen.

"Mit sich und mit anderen sein können"
"Wir versuchen Dir zu helfen, Dich und Dein Umfeld besser zu verstehen "

Zum Erwachsen- werden gehört das Aufbauen von Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl.
Der Jugendliche bekommt die Möglichkeit und bei Bedarf eine zusätzliche Unterstützung zum Aufarbeiten seiner Vergangenheit.



Arbeit mit außenstehenden Partnern:


"Wir öffnen Dir den Weg für andere mögliche Partner"

Team
Das Team lässt sich von außenstehenden Fachleuten beraten (SPZ, Dienststelle, Teamberatung,…).

Öffentliche Angebote
Der Jugendliche hat die Möglichkeit, an Angeboten der öffentlichen Jugendarbeit teilzunehmen (Mowglis, Jugendtreff, Vereine,…).

Therapeuten
Bei Bedarf wird Unterstützung bei den Paramedizinern gesucht (Kine).

Schule
Regelmässiger Austausch mit dem interdisziplinären Team der Schule (Mittel : Gespräche, Telefonate,  Elternabende, Tagebuch,...)
Mit den Pädagogen werden gemeinsame Ziele erarbeitet, festgelegt und verfolgt.

Jugendgericht
Gegebenenfalls wird mit dem Jugendgericht kooperiert.

Kurzaufenthalt
Im Sommer nutzen wir eine Ferienfahrt des Kurzaufenthaltes Elsenborn.

Familienarbeit/Pflegefamilie:


"Wir geben deiner Familie hier in deinem Alltag einen Platz"

Der Kontakt zur Familie des Jugendlichen wird unterstützt und gefördert.

Der Jugendliche bekommt die Unterstützung auf der Suche nach seinen Wurzeln, um dabei Standhaftigkeit und Festigkeit zu erlangen. Dabei steht das Symbol "der Baum mit seinen Wurzeln" als Arbeitsmaterial zur Verfügung.


Besondere Regelung bezüglich der Minderjährigkeit:


"Wir bieten Dir einen familiären Rahmen bis zu Deiner Volljährigkeit"

Aufgrund der verzögerten Entwicklung und zum Selbstschutz der Jugendlichen werden angepasste Regeln gruppenintern festgelegt (z.B. Alkoholkonsum und das Rauchen ab 18 Jahren).